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  • 11.02.2019
  • Volker Lehmkuhl
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Wohnen und Leben > Reinigen & Pflegen

Das ekligste Teil im Haus

Nein, es ist nicht die Toilette. Und auch nicht der Siff hinter dem Küchenschrank. Am ekligsten ist ein Teil, das ihr jeden Tag in der Hand habt.

Man sollte es nicht meinen – und ich kannte das Problem bis vor einer Weile auch nicht. Es ist der Spülschwamm in unserer Küche. Oder der Putzschwamm im Gästeklo, der so unschuldig unter dem Waschbecken klemmt. Herausgefunden haben das Forscher der Hochschule Furtwangen (HFU), der Justus Liebig-Universität Gießen und des Helmholtz Zentrums München. Das Ergebnis ist so schockierend, „dass es international Beachtung fand - in Russland, Asien, Europa, den USA – sogar die New York Times berichtete darüber“, wie der SWR in einer Beschreibung seiner Sendung zu den Thema schreibt.

Mehr als 300 verschiedene Keime und Bakterien finden sich in einem normalen Spülschwamm. Und das in direkter Nachbarschaft zu unseren Lebensmitteln. „Reinlich“ wie wir sind, verteilen wir die Keime dann auch noch beim Putzen großflächig in der Küche oder sonstwo. Mit dabei sind auch solche Bakterien, die für Menschen mit geschwächtem Immunsystem, wie Kranke, Ältere aber auch für Kleinkinder gefährlich sind.

Dass sich Keime und Bakterien in Spülschwämmen so freudig vermehren liegt an den idealen Lebensbedingungen: Es ist feucht, es ist warm und es gibt regelmäßig Nachschub an organischem Material.

Spülschwamm klein Adobe Stock

 

Die Lösung gegen eklige Spülschwämme

Bei uns zuhause sind wir deshalb schon vor einer ganzen Weile auf eine Alternative gewechselt. Und zwar zu Mikrofaser-Schwammtüchern. Die putzen durch ihre raue Oberfläche sehr gut. Man braucht oft gar kein Spül- oder Reinigungsmittel, sondern nur Wasser. Ein paarmal Reiben und gut ist, reicht bei vielen Dingen. Bei heftigeren Verschmutzungen kommt dann halt doch Neutralreiniger oder eben Spülmittel zum Einsatz. Bewährt haben sich bei uns die Microfaser-Schwammtücher von Edeka. Wer viel von Hand spült, ist mit dem größeren Spültuch sicher besser bedient.

Das Beste finde ich: Nach spätestens zwei Tagen wandert das Tuch in die Wäsche. Keime haben so gar keine Zeit, sich zu vermehren. In der Maschine wird es ganz normal bei 60 Grad mitgewaschen und im Trockner getrocknet. Da dürfte dann weitestgehend alles Leben aus dem Tuch verschwunden sein. Die Lebensdauer der Edeka-Tücher ist sehr hoch. Wir haben so etwa zehn bis zwölf Stück im Einsatz, alle paar Monate sortieren wir die kaputten aus und kaufen eine neue Packung. Das fällt finanziell kaum ins Gewicht und gibt einfach ein gutes Gefühl, in der Küche wirklich sauber und hygienisch zu arbeiten.

Volker Lehmkuhl

Redaktionschef

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