(c) Fotolia Holger Luck

  • 07.03.2017
  • Volker Lehmkuhl
  • 0
Wohnen und Leben > Barrierefrei

Zuschüsse und Beratung für barrierefreien Umbau

Ein Wohnungsumbau für mehr Barrierefreiheit kostet viel Geld. Einen Teil kann man über Fördermaßnahmen finanzieren. Damit die Mittel gut angelegt sind, ist eine eingehende Beratung empfehlenswert.

Wohnberatung

Zwar ist jede Wohnung sehr individuell und auch die Anforderungen der darin lebenden Menschen. Aber die grundlegenden Maßnahmen sind meist die gleichen. Informieren kann man sich zum Beispiel bei Architekten, wobei es bislang noch recht Spezialisten gibt. Sehr geholfen bei meinen Recherchen hat mir Architekt Frank Opper aus Kaarst bei Düsseldorf. Insgesamt kann man die Zahl der Sachverständigen für barrierefreies Bauen und Sanieren in Deutschland aber auf ein oder zwei Dutzend eingrenzen.

Auch die Zahl der Wohnberatungsstellen ist deutlich ausbaufähig. Zudem sind diese je nach Bundesland sehr unterschiedlich ausgestattet. Eine Übersicht sowie weitere Informationen gibt die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungsanpassung, www.wohnungsanpassung-bag.de.

Hilfreich ist das Portal Nullbarriere.de www.nullbarriere.de Auch hier werden Beratungsstellen und Experten aufgelistet.

Förderung und Zuschüsse

Neben regionalen Angeboten www.baufoerderer.de und Zuschüssen durch Pflege- und Krankenkassen (bitte dort informieren) vergibt die Kreditanstalt für Wiederaufbau im Programm „Altersgerecht Umbauen“ Förderkredite und Zuschüsse an Eigentümer, Vermieter und mit dessen Zustimmung auch an Mieter. Die Kreditsumme beträgt maximal 50.000 Euro pro Wohneinheit, (Zinssatz 0,75, Programm 159 Stand: März 2017). Für Eigenfinanzierer gewährt die KfW einen Zuschuss von 12,5 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 6.250 Euro pro Wohneinheit (Programm 455). Die Kredite können mit anderen Förderkrediten der KfW, etwa zur energetischen Sanierung kombiniert werden.

Wichtig: Die Mittel für die beiden KfW-Programme waren 2016 rasch ausgeschöpft und für ein paar Monate konnten keine Anträge gestellt werden. 2017 hat der Bund die Mittel erhöht. Trotzdem sollte man sich rechtzeitig um die Förderung bemühen. Vor allem gegen Jahresende könnte es knapp werden oder man muss den Umbau solange verschieben, bis wieder Geld verfügbar ist

www.kfw.de ->Für Privatpersonen ->Bestandsimmobilie.

Volker Lehmkuhl

Redaktionschef

Mehr erfahren

Kommentare

1000 Buchstaben übrig