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  • 03.04.2018
  • Volker Lehmkuhl
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Renovieren > Fußboden

Nervengift im Teppichboden - Gibt es sowas?

Kann ein Teppichboden aus Wolle schädlich für Babies und Kleinkinder sein. Diese Frage hören wir oft. Die Antwort ist leider nicht immer so, dass wir generell zuraten können. Denn wenn der Teppich oder der Teppichboden mit dem Mottenschutzmittel Permethrin behandelt sind, besteht eine Gesundheitsgefahr. Eulanisierung heißt der Fachbegriff für eine solche Behandlung. Sie soll verhindern, dass sich Kleidermotten an dem schönen Bodenbelag gütlich tun. Phyrethrum ist zwar fest in der Faser gebunden, durch den Abrieb beim Laufen reichert er sich aber im Hausstaub an. Permethrin kann deshalb bei erhöhter Staub-Belastung zu Symptomen wie Schleimhautreizungen und Kopfschmerzen aber auch zu Nervenschädigungen führen. Vor allem für krabbelnde Kinder besteht hier eine potenzielle Gesundheitsgefahr. Wer genau wissen will, ob und wie hoch eine Belastung ist, kann eine Staubprobe im Labor untersuchen lassen. Führende Siegel wie das GuT-Teppichsiegel der „Gemeinschaft umweltfreundlicher Teppichbodenhersteller“ erlauben den Einsatz sogar. Wenn auf so einem Boden "schadstoffgeprüft" steht, heißt das mitnichten schadstofffrei. Sondern eben dass der Gehalt bestimmt Grenzwerte nicht überschreitet. Die Alternativen sind Naturteppiche ohne das Insektizid oder ein Teppich mit Fasern aus Kunststoff.

Volker Lehmkuhl

Redaktionschef

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