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  • 21.04.2017
  • Volker Lehmkuhl
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Renovieren > Haustechnik

Zentralstaubsauger planen und einbauen

Viele Bauherren bedauern im Nachhinein, bei der Planung ihres Hauses nicht an einen Zentralstaubsauger gedacht zu haben. Dabei ist die Rohrinstallation weder schwierig noch teuer.

Das Baubudget ist beinahe ausgereizt, der alte Staubsauger noch in Ordnung. Warum sollte man da an die Rohrinstallation für einen Zentralstaubsauger denken? Hinterher ärgert man sich, dass man die Chance verpasst hat. Zwar kann man die etwa 50 Millimeter starken Rohre auch nachträglich einbauen (lassen). Einfacher ist es aber, das im Rohbau oder bei einer Sanierung zusammen mit der restlichen Haustechnik nach Fertigstellung des Rohbaus auf dem Rohfußboden oder in den unverputzten Wänden zu verlegen.

Installation nach dem Rohbau

Zeitlich erfolgt der Einbau der speziellen, dauerhaft verklebten Vakuumrohre parallel zu den Elektro- und Sanitärarbeiten – häufig sind es sogar die gleichen Firmen, die auch den Zentralstaubsauger mit anbieten. Pro Stockwerk plant man meist eine oder zwei Saugdosen ein, je nach Geschossfläche. In die Dosen wird dann später der Saugschlauch eingesteckt.

Die Lage der Saugdosen bestimmt man am besten anhand des Grundrisses auf dem ein Faden in Länge des späteren Saugschlauches – ideal sind ewa acht bis zehn Meter – durch die Zimmer gelegt wird. Dabei sollte man Türen und die spätere Möblierung beachten und dass der Saugschlauch samt aufgestecktem Saugrohr auch die Oberseite von Schränken und Regalen erreicht, denn ein Zentralstaubsauger ist dank des leichten und flexiblen Saugschlauches und dem vielfältigen Zubehör ideal zum „Staubwischen“. 

Zentralstaubsauger Planung c FAWAS

Den Grundrissplan, eine Idee von der Einrichtung und einen Faden - mehr braucht man nicht um die Lage der Saugdosen für den Zentralstaubsauger zu ermitteln.

 

Wichtig ist das sogenannte "Sicherheitsknie". Das ist ein relativ enger Rohrbogen, der direkt hinter der Saugdose (in die wird der eigentliche Saugschlauch eingesteckt) montiert wird. In der Biegung des Knies bleibt alles hängen, was sich in den Tiefen des Rohrsystems verheddern könnte - Zahnstocher, Haarklammern und andere sperrige Teile. Was hier durchkommt, landet auch im Staubbehälter. Durch die deutlich höhere Saugleistung saugt ein Zentralstaubsauger deutlich stärker. Manchmal muss man aber auch aufpassen, dass man nicht aus Versehen was einsaugt, was kein Schmutz ist.

Viele Anbieter offerieren zusammen mit ihren Einbaupartnern einen kostenlosen Planungsservice. Der stellt die optimale Lage aller Saugdosen und der ungehinderte Verlauf der Rohre sicher. Wenn es nicht gerade die 300 Quadratmeter-Villa auf drei Stockwerken ist, kann man das aber auch gut selbst planen. Wichtig: Uu häufig abgewinkelte Rohre oder ein ungünstiger Rohrverlauf setzen der bis zu 100 km/h schnellen Saugluft  Widerstand entgegen und können dadurch die Saugleistung reduzieren.

Der Sauger selbst befindet sich im Keller, in der Garage oder in einem Nebenraum. Die Abluft entweicht durch ein normales Abwasserrohr mit 100 Millimeter Durchmesser mit der Muffe innen, das in die Außenwand eingelassen wird. Eine weitere Möglichkeit sind Kellerfenster mit integriertem Auslass. Bis zu einem Abstand von fünf Metern zwischen Sauger und Auslass ist auch das 50 Millimeter starke Saugrohr als Weg für die gefilterte Abluft ausreichend. Die Materialkosten für die Rohrinstallation betragen ein paar hundert Euro, je nach Größe des Hauses. Dazu kommen die Montagekosten. Die Saugdosen und den Sauger selbst kann man bei Bedarf dann später installieren.

Volker Lehmkuhl

Redaktionschef

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